g-Genus das geschlechtsneutrale Genus

Merkmale des g-Genus

Auf dieser Seite werden die Merkmale des g-Genus vorgestellt. Dabei reichen fünf Sätze aus, um das g-Genus nahezu vollständig zu beschreiben. Dennoch folgt dieser kurzen Darstellung eine Übersichtstabelle sowie eine ausführliche Beschreibung.

Kurzbeschreibung

Beim g-Genus handelt es sich um ein geschlechtsneutrales Genus, welches grammatisch vom Femininum hergeleitet ist. Dies ist insofern vorteilhaft, als es sich beim Femininum um das sparsamste deutsche Genus handelt. Auch wird hiermit an bereits bestehende Tendenzen zu einem „Generischen Femininum“ sowie zur „Vereinfachten Dreigenderung“ (siehe unter „Genderstern“) angeknüpft.

    Vom Femininum zum g-Genus:
  1. Substantive: „-in(nen)“ wird zu „-is“ (Singular und Plural).
  2. Bestimmter Artikel: „die“ wird zu „dee“, „der“ zu „ders“.
  3. Sonstige Artikelwörter: „-e“ wird zu „-ey“, „-er“ zu „-ers“.
    (Bspw. „diesey/ einey/ jedey Fahreris“ zu feminin „diese/ eine/ jede“ und „diesers Fahreris“ zu feminin „dieser Fahrerin“.)
  4. Adjektive werden gemäß der Grundregel gebeugt, wie sie bereits für alle Genera gilt. (Nämlich: nach gebeugtem Artikelwort mit „-e“ und „-en“ (g-Genus bspw.: „einey gute“ bzw. „einers guten Fahreris“), ansonsten wie ein Artikelwort (g-Genus: „gutey/ guters Fahreris“).)
  5. Pronomen: aus „sie“ wird „hen“, aus „ihr“ „hens“.

Diese Beschreibung ist für eine vollständige Anwendung des g-Genus völlig ausreichend. Hinsichtlich einiger weniger Feinheiten bietet es sich aber an, auch einen Blick auf die folgende Tabelle zu werfen.

Tabelle

Tipp: Über die Zeilentitel kann zur zugehörigen ausführlichen Beschreibung gesprungen werden und über die dortige Überschrift wieder hierher zurück.

Wer? Wen? Wessen? Wem?
Substan­tive: (1) -is angefügt
(Sing. + Plur.)
Artikel(wort)
+ Adjek­tiv: (2)
dee/ -ey
-e
ders/ -ers
-en
Adjek­tiv ohne
Arti­kel(wort): (2)
-ey -ers
Perso­nal­prono­men 3. Person Singular: hen hens(er)
Pos­sessiv­prono­men: hens-

Beispiele:

Ausführliche Beschreibung

Substantive im g-Genus

  1. Das Grundwort wird um -is ergänzt.
  2. Keine gesonderte Plural-Endung.
  3. Es wird nicht fallbezogen gebeugt.
  4. Eine „Verumlautung“ („Arzt“ → „Ärztin“) ist verzichtbar („Arztis“).

Artikelwörter

  1. Der bestimmte Artikel lautet
    (Wer?) dee, (Wessen?) ders, (Wem?) ders und (Wen?) dee.
  2. Die Beugungs-Endungen der anderen Artikelwörter lauten:
    (Wer?) -ey, (Wessen?) -ers, (Wem?) -ers und (Wen?) -ey.
  3. Dies gilt auch für vergleichbare Begriffe. Bspw.:
    • deejenige, dersjenigen sowie deeselbe, dersselben (vgl.: „dee gleiche“, „ders gleichen“);
    • dersen (→ „deren“, „dessen“).
    • „Einey wird gewinnen“, „jemandey/ niemandey, dee …“ etc..

Adjektive

  1. Adjektive werden gemäß der Grundregel gebeugt,
    so wie sie in allen Genera (meistens) gilt. Das heißt:
    1. Wird ein Adjektiv von einem gebeugten Artikelwort begleitet,
      dann
      wird es (Wer?) -e, (Wessen?) -en, (Wem?) -en, (Wen?) -e gebeugt.
    2. Wird ein Adjektiv nicht von einem gebeugten Artikelwort begleitet,
      dann
      wird es wie ein Artikelwort gebeugt
      (g-Genus: (Wer?) -ey, (Wessen?) -ers, (Wem?) -ers, (Wen?) -ey).
  2. Dasselbe gilt für Substantivierungen solcher Adjektive (wie in den anderen Genera auch). (Siehe aber auch unten die Anmerkung „Substantivierte Adjektive“.)

Pronomen

  1. Das Personalpronomen der 3. Person Singular lautet
    (Wer?) hen, (Wessen?) henser, (Wem?) hens, (Wen?) hen.
  2. Das Possessivpronomen lautet hens-.
  3. Dies betrifft alle Anwendungen dieser Pronomen (bspw. „hen tat es um henser willen“, „hensetwegen“, „henserseits“).